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Übersicht:

Der kleine Bockmattliturm ist von allen Türmen der am leichtesten Zugängliche. Wir unterscheiden drei Sektoren: Nordwand, Westwand und Südwand. 

An der Westwand befinden sich sehr lohnende klassische Routen. Die Routen sind sehr schön und nach Regenzeit schnell trocken. Es sind hier interessante Routenkombinationen mit homogenen Schwierigkeiten möglich.

Die Südseite bietet Routen in den oberen Schwierigkeitsgraden.

Die Nordseite bietet Klassiker im mittleren Bereich, die aber schon alpinen Charakter aufweisen.

 

Westseite 

Zugang:

Für die "Direkte Westkante" und das "Westwändli" vom Kletterhüttli aus die Grosse Chälen bis zu den Einstiegen am Fuß der Westwand durchqueren. Für die modernen Sportkletterrouten aus der kleinen Chälen auf den ersten Wandabsatz queren. 

Abstieg:

Die Touren in der Westwand enden alle auf der Westschulter. Von hier auf Weglein in die kleine Chälen traversieren und durch diese hinuntersteigen bis zum Wandfuss. Steigt man bis zum Gipfel weiter, so seilt man direkt vom Gipfel 3x 25m oder 2x 50m in die kl. Chäle ab. Die Abseilstelle befindet sich 8m östlich des Gipfels. Bei 25m Abseilen steigt man zwischen der 1. und 2. Abseilstelle 10m zur nächsten Abseilstelle ab.

 

Westseite

Westwändli    5c+  

Direkte Westkante    6b/A1 (7a+)

Himmelskante    6c+

Element of Slime    6c+

Koch ins Loch    6c+

Obsigent 6c+

Pearl Harbor 6c+

Amuse Bouche 6a

 

Südseite

Zugang:

Durch die kl. Chäle hoch und etwa auf halber Höhe links ansteigend. 

Abstieg:

Abseilen vom Gipfel wie oben beschrieben.

Routen gemäss Skizze Bockmattliführer

 

Nordseite

Zugang:

Von der Hütte horizontal querend bis zum Wandfuss. 

Abstieg:

Abseilen vom Gipfel wie oben beschrieben.

Alte Nordwand    5b/A0  (6a)   

Roter Winter    6c+ 

 

Westwändli 5c+

F. Anderrüthi und W. Fleischmann 6.12.1953  Neu eingerichtet: E. Schnellmann, B. Kälin 1994

Der Klassiker an der Westseite im mittleren Schwierigkeitsbereich. Einstieg bei Muniring. Schlüsselseillänge dem markanten Doppelriss entlang.

 

Direkte Westkante 6b/A1 (7a+)

C. Hauser, J. Hensler, R. Schutzbach 30.11.1958  Neu eingerichtet: B. Kälin, T. Keller 1995

Einstieg vom W-Wändli 1 SL horizontal zur Kante zum Muniring. Die Schlüsselseillänge führt über das luftig markante Dach direkt an der Westkante. Wird oft begangen. Kann gut mit der Himmelskante kombiniert werden.

 

Himmelskante 6c+

G. Benisowitsch, M. Scheel 5.6.1980 Neu eingerichtet: B. Kälin, E. Schnyder 2004

Spektakuläre und anspruchsvolle Kletterei direkt an der W-Kante. Hier wurde zum ersten Mal im Bockmattli Abseilenderweise ein Bohrhaken gesetzt. Zustieg über "Direkte Westkante" oder "Westwändli". 

 

Element of Slime 6c+

Th. Götz, M. Wyser 1989

Zustieg wie bei "Koch ins Loch". Außenordentlich schöne Wandkletterei mit homogener Schwierigkeit. Nach Regenperiode schnell trocken.

 

Koch ins Loch 6c+

M. Wyser 1989

Zustieg über "Westwändli". Bombenfester Fels.

 

SW-Verschneidung/W-Grätchen 4b

H. Boller und E. Müller 6.5.1951 Neu eingerichtet: B. Kälin, E. Koller 1997

Einfache Route die sich im oberen Teil mit dem W-Wändli verbindet und bis zum Gipfel begangen werden kann.

 

Al Koppone 6a+

Th. Götz, M. Wyser, C. Morel 1989

Sehr schöne und gute abgesicherte Route. Lässt sich gut mit Westwand-Routen kombinieren. Topo zur Zeit im Plasir Ost von J. v. Känel ersichtlich.

 

Alte Nordwand 5b/A0 (6a)

C. Hauser und J. Krebser 26.8.1945 Neu eingerichtet: Enrich Anna, Kälin Benno, Schnellmann Elmar 2000

Regelmässig begangene klassische Route mit einigen sehr schönen Seillängen. Im mittleren Wandteil folgt sie der markanten Rampe.

 

Roter Winter 6c+

Th. Götz, M. Wyser 15.9.1991

Sehr schöne, anspruchvolle und gut abgesicherte Route in bestem Fels. Topo zur Zeit im Schweiz Extrem von J. v. Känel.